Thalea Storms Blogger-Adventkalender Türchen 4 – Hinter den Kulissen

Herzlich Willkommen zum 4. Türchen von Thalea Storms Adventkaltender. Heute ist Thalea bei mir zu Gast und erzählt uns, wie es bei ihr „Hinter den Kulissen“ verläuft und wie ihre Bücher entstehen.


SM1Wie entsteht eigentlich ein Roman?
Die große Frage, die mir ziemlich oft gestellt wird. Heute gebe ich euch einen kleinen Einblick in meinen Arbeitstag, verrate euch, wie sich meine Geschichten entwickeln und auf welche Techniken ich dabei zurückgreife. 😊

Beginnen tut alles mit einer Idee. Ja, wirklich. Eine stinknormale Idee, meist sogar nur eine Wortgruppe oder ein Satz. Irgendetwas, dass ich interessant finde.

Woher ich die Ideen nehme?
Nun, meine Inspirationen finde ich überall im Alltag: Einerseits natürlich in anderen Werken (Bücher, Filme, Serien), aber vor allem im Umgang mit meinen Mitmenschen. SM2.jpgIch bin ein guter Beobachter und interessiere mich immer dafür, warum wir Menschen sind, wie wir sind. Was bewegt uns, welche Träume und Hoffnungen haben wir, welche Ziele setzen wir uns und was tun wir, wenn wir sie nicht erreichen? Was wirft uns völlig aus der Bahn und was holt uns wieder hoch? Wie denken, handeln, fühlen wir und was macht uns zu dem, was wir sind?

Viele meiner Bücher handeln im Kern von dem Miteinander, von Liebe, Beziehungen und Ängsten. Von Träumen und Kämpfen. Diese Ideen ziehe ich wirklich aus meinen Beobachtungen.

Wenn ich eine Idee habe, sammle ich erst einmal alles, was mir dazu in den Kopf kommt. Bei der SeelenMeer-Trilogie habe ich bspw. die Idee von „Liebe zwischen Mensch und übernatürlichem Wesen“ gehabt und habe dann Brainstorming gemacht: Dein-Traum-in-mir.jpgWelche Wesen gibt es? Welche Welten gehören dazu? Wie ist der Mensch in dieser Konstellation? Wo könnte es spielen und warum? Kreuz und quer flogen die Gedanken auf mein Blatt und wurden im nächsten Schritt anhand eines Mind Maps strukturiert, sodass ich die ersten Beziehungen und Verbindungen erkennen konnte.

Grundsätzlich bin ich kein Freund von zu viel Vorplanung und Vorarbeit. Ich plotte (= entwickle die Geschichte) meist nur in groben Zügen. Dabei hilft mir die 5-Akt-Struktur. (Hier gut erklärt: https://myna-kaltschnee.com/2016/05/25/plotten-fuer-anfaenger-die-5-akt-struktur/ ) Um einen groben Fahrplan zu haben, überlege ich mir mit Hilfe meiner Ideensammlungen für jeden Akt etwas, sodass das Gerüst steht. Ich kann euch aber versichern, dass bisher noch kein einziges meiner Bücher wirklich so geworden ist, wie ich es anfangs rein theoretisch geplant habe.

Warum?
Weil ich es nicht mag, wenn man so verbissen an die Geschichte rangeht.

Löwenflügel.jpgSchreiben ist ein Gefühl, eine Leidenschaft – die funktioniert nicht stocksteif nach stumpfen Regeln. Also lasse ich die Geschichte leben. Ich weiß in jedem Kapitel, bevor ich es beginne, was da passieren soll. Wie das allerdings passiert, das bestimme ich nicht vorher. Da lasse ich meinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf. Und bisher hat das ja ganz gut geklappt. 😉

Da ich mittlerweile das große Glück habe, als Vollzeitautorin tätig zu sein, ist mein Tag nach Schreib- und Hundephasen eingeteilt. 😀 Morgens nach dem Aufstehen widme ich mich meist er den organisatorischen Dingen, schaue im Facebook vorbei, beantworte Mails, kontaktiere Blogger, bastle Werbebilder etc. Anschließend folgt eine lange Runde mit den Vierbeinern, auf der sie sich richtig auspowern und ich den Kopf freikriegen kann und danach gehört der Tag bis zum Nachmittag dem Schreiben an sich.

Schreiben kann ich nur bei völliger Ruhe. Die Hundis müssen also wirklich müde sein, Fernseher und Radio sind aus und ich sitze meistens am Küchentisch oder im Wohnzimmer auf dem Sofa. Ziemlich schluderig. 😀 Aber ich mag es bequem.

Vom-Mut-das-Morgen-zu-ändern.jpgIn der Regel setze ich mir ein Schreibziel von etwa 60.000 – 70.000 Wörtern. Das entspricht ca. 300 Taschenbuchseiten, je nach Schriftart und -größe. Bevor ihr das Buch in den Händen haltet, wird es etwa 5 Mal überarbeitet. Das heißt auch, dass ich es insgesamt ca. 5 Mal lese. Natürlich gibt es auch Testleser, die mir Hinweise geben, über welche Sätze man stolpert oder wo es Verständnisprobleme geben könnte, denn als Autor selbst wird man irgendwann blind. Schließlich weiß ich ja immer wie alles gemeint ist und kann es nie so neutral betrachten, wie Testleser das tun. Zeitgleich geht es auch in die externe Korrektur, nach der ich es auch noch einmal bearbeiten muss. Das ist ein Prozess von mehreren Wochen, der sehr intensiv und auch nervtötend sein kann. 😉

Hab ich alles zurück und sind alle Kapitel überarbeitet, kann ich endlich die eBook- und Taschenbuchdateien erstellen und für euch als „vorbestellbar“ veröffentlichen.

Hinter der Entstehung eines Buches liegt aber eigentlich noch viel mehr: Recherche, Marketing, Covererstellung und und und. Viele Sachen passieren so nebenbei, sind aber sogar ausschlaggebend für den Erfolg des Buches. Selfpublisher zu sein ist ein anstrengender und langer Weg, aber ich liebe diese Selbstständigkeit, Selbstbestimmtheit und all meine Freiheiten sehr. Ich weiß nicht, ob ich es derzeit eintauschen würde. 😉


Vielen Dank liebe Thalea, dass du uns diesen Einblick gegeben und den Beitrag geschrieben hast! Danke für deine Mühen und die tolle Aktion!


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